← Höhlenflamenco (Zambra) im Viertel Sacromonte in Granada, Spanien Flamenco-Ratgeber

DER NACH TSPAZIERGANG

Nachts hinauf zum Sacromonte: Route und Alhambra-Blick

Der Weg zu einer Höhlenshow im Sacromonte bedeutet in der Regel einen nächtlichen Aufstieg durch das Albaicín. Hier finden Sie die Route, die Aussichtspunkte und was Sie unterwegs erwartet.

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Wo die meisten Besucher beginnen

Die meisten Wanderrouten hinauf zum Sacromonte beginnen in der Gegend um die Plaza Nueva oder den Paseo de los Tristes, am Fuße des Alhambra-Hügels, und steigen dann über die Cuesta del Chapiz an – eine steile Straße, die das Albaicín mit dem Beginn des Camino del Sacromonte verbindet. Vom Zentrum Granadas aus ist dies ein echter Aufstieg zu Fuß und kein kurzer Spaziergang – man sollte ihn also besser als Teil des Abends einplanen und nicht als schnellen Transfer, den man kurz vor der Show noch eben einschiebt. Je nachdem, wo genau Sie wohnen, dauert der Fußweg vom Zentrum Granadas bis zum Beginn des Camino del Sacromonte in der Regel etwa zwanzig bis dreißig Minuten.

Der Camino del Sacromonte selbst

Sobald Sie die Cuesta del Chapiz hinter sich gelassen haben, ist der Camino del Sacromonte die Hauptstraße, die sich oberhalb der Schlucht von Valparaíso am Hang entlangzieht – auf der einen Seite liegen die weiß getünchten Höhlenhäuser des Viertels in den Abhang gebettet. Dieser Weg führt zu den meisten Höhlenlokalen, und wenn man ihn nach Einbruch der Dunkelheit entlanggeht, mit den Lichtern der Höhlen und des darunterliegenden Albaicín, bekommt man ein echtes Gefühl für die Struktur des Viertels, noch bevor man eine Show erreicht – ein Abschnitt, den man bewusst langsam genießen sollte, statt ihn hastig zu durchqueren. Die Straße selbst ist in der Regel gut zu Fuß zu bewältigen und wird sowohl von Anwohnern als auch von Besuchern genutzt, doch an manchen Stellen wird sie schmal und verfügt nicht durchgehend über einen eigenen Gehweg, der von der Fahrbahn getrennt ist.

Der Abstecher zum Mirador de San Nicolás

Wenn Sie von der Seite des Albaicín kommen und etwas Zeit übrig haben, ist der Mirador de San Nicolás einer der bekanntesten Aussichtspunkte Granadas – mit direktem Blick auf die Alhambra und, an klaren Tagen, auf die Sierra Nevada dahinter. Er liegt etwas abseits der direktesten Route nach Sacromonte, ist also eine echte Umweg wert und keine Station, die man einfach so passiert – doch für den ersten Abend in Granada ist es eine kleine Ergänzung, die viel bewirkt, wenn man sich hier zehn oder fünfzehn Minuten gönnt, bevor man weiterzieht. Der Ort ist beliebt, besonders rund um den Sonnenuntergang, also rechnen Sie mit anderen Besuchern und gelegentlichen Straßenmusikanten, die sich dieselbe Aussicht teilen – ganz allein werden Sie sie nicht haben.

Wie sich der Spaziergang nach Einbruch der Dunkelheit anfühlt

Erwarten Sie gewundene, abschüssige Gassen mit unebenem Pflaster und stellenweise Kopfsteinpflaster sowie einer Beleuchtung, die funktional, aber nicht so hell wie eine Hauptstraße ist. Die Route ist in der Regel gut besucht von anderen Besuchern, die zu denselben Shows unterwegs sind, besonders abends, sodass man sich nicht isoliert fühlt – doch bequemes, sicheres Schuhwerk ist hier wichtiger als fast überall sonst im Zentrum Granadas. Ein geladenes Handy mit Karte und, falls vorhanden, Taschenlampenfunktion ist eine sinnvolle Absicherung für die dunkleren Abschnitte. Lockerer Kies und abgetretener Stein sind hier unter den Füßen häufiger als in den gepflegteren Teilen der Innenstadt, daher sind flache, geschlossene Schuhe klar zu bevorzugen gegenüber allem, was man im Restaurant tragen würde.

Wenn Sie lieber nicht zu Fuß gehen möchten

Sacromonte ist auch mit den lokalen Buslinien erreichbar, die vom Stadtzentrum hinauffahren, sowie mit dem Taxi direkt bis vor die Tür der meisten Locations – was für die Rückfahrt spät in der Nacht nach einer Show oft die bequemere Wahl ist, besonders wenn Sie mit der Familie unterwegs sind oder sich auf steilen, schlecht beleuchteten Gassen im Dunkeln unsicher fühlen. Keine der beiden Optionen ist im regulären Showticket enthalten, daher lohnt es sich, Ihren Transportplan – zu Fuß hinauf, Bus oder Taxi in beide Richtungen oder eine Mischung – bereits vor dem Aufbruch festzulegen.

Planen Sie ausreichend Zeit ein

Da die Strecke bergauf führt und der Untergrund nicht immer eben ist, dauert es spürbar länger als dieselbe Distanz in der Ebene – planen Sie daher mehr Zeit ein, als die geschätzte Gehzeit auf der Karte vermuten lässt, besonders wenn Sie keine Steigungen gewohnt sind oder bei warmem Wetter unterwegs sind. Wer mit Zeitpolster ankommt, muss zudem nicht kurz vor Beginn der Vorstellung außer Atem in den Höhlenraum hetzen und hat die Gelegenheit, die Aussicht unterwegs tatsächlich zu genießen, statt sie nur als schnell passierte Kulisse wahrzunehmen.

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